Introduktionskurs und was danach geschah....

Jetzt lohnt es sich mal wieder was zu schreiben denn in den letzten Wochen war einiges los.

Letztes Wochenende war Introduktionskurs in Solborg. Das Bedeutet das sich dort alle Praktikanten aus allen norwegischen Camphills treffen und gemeinsam eine Art Seminar haben. Die Praktikanten von Vallersund sind also am Freitag den 14. November um 10 Uhr mit der camphilleigenen Karavelle (ein VW Bus) losgetucker. Erst zur Fähre über den Trondheimfjord und dann weiter über das Dovrefjell in Richtung Oslo, da Solborg in der Nähe von Oslo liegt. Im Fjell (Gebirge) hatten wir unsere erste Begegnung mit dem zugeschneiten winterlichen Norwegen wie man es sich so vorstellt. Die Straßen zu großen Teilen mit Schnee und Eis bedeckt und neben der Straße einfach alles weiß.

 

Schließlich kamen wir in Solborg an. Wir waren einiges zu spät, das lag alerdings nicht daran das die Straßen verschneit waren sondern daran das wir einfach zu wenig Zeit eingeplant hatten. So haben wir den Anfang verpasst und standen erst mal ein wenig im Flur wie bestellt und nicht abgeholt. Zum Glück hatten wir einen Ghettoblater dabei und so haben wir als erstes mal eine Ska-Party gestartet. Auch ne Möglichkeit Kontakte zu knüpfen.

Dieser Introduktionskurs hat zimlich Spaß gemacht und man hat sau viel neue Leute kennen gelernt.

Am Montag war der ganze Spaß dann vorbei und wir aus dem hohen Norden (Vallersund ist das nördlichst Camphill) haben uns wieder auf den Heimweg gemacht. Dieser wurde zu einem kleinen Abenteuer. Wir wollten nämlich wo wir schon mal unterwegs waren auch ein wenig von Norwegen sehen, also haben wir einen kleinen Umweg gemacht. Eigentlich wollten wir einen Gletscher besuchen aber es wurde schon viel zu früh dunkel. Also haben wir versucht den kürzesten Weg nach Trondheim zu fahren. Das führte dazu dass wir zweimal wegen Schnee umdrehen mussten und eine andere Straße nehmen mussten. In Norwegen sind die Straßen aber nicht so gut vernetzt, so dass wir einen riesigen Umweg fahren mussten.

Also im Fjell gibt es echt sau schönen Schnee!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Seit ein paar Tagen ist es hier auch ein wenig winterlicher geworden. Das Wetter ist von Graupelschauern und Schneeregen bestimmt, das Ganze wird von heftigstem Wind begleitet. Ab und zu blieb aucg schon mal was liegen.

Man braucht jedoch nur ein paar Kilometer ins Landesinnere zu fahren und schon hat man den schönsten Schnee.

Gestern waren wir, d.h. alle Praktikanten ein Mitarbeiter und einige Bewohner, in Trondheim in einem winzigen Theater. Früher war das Theater mal ein Weichenstellwerk. Es bietet Platzt für ca. 20 Zuschauer. Das Theaterstück war einen Puppenspiel mit großen Holzpuppen ähnlich wie Marionetten nur halt ohne Schnüre. Es war auf jeden ein schöner Abend.

Auf der Fahrt nach Trondheim und zurück sind wir durch die schönste Winterlandschaft gefahren. So gefällt mir Norwegen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

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1 Kommentar 20.11.08 22:01, kommentieren

Arbeit im Herbst

Der Herbst ist jedoch nicht nur die Zeit des Sturms und der bunten Blätter, sondern auch die Erntezeit. So haben wir hier in den letzten Wochen verschiedene Dinge geerntet. Zu aller erst sind da die Kartoffeln zu erwähnen welche in Gemeinschaftsarbeit geerntet wurden. Die Kartoffeln werden dabei mittels einer Maschine an die Erdoberfläche gebracht, so dass sie nur noch aufgesammelt und in Säcke gefüllt werden müssen. Des Weiteren waren Kürbisse zu ernten.
Solche Ereignisse wie Kartoffelernte bestimmen dann auch stark den Speiseplan. Es gibt dann häufig Kartoffelgratin, Kartoffelbrei oder auch Kartoffel-Kürbissuppe.
Andere Bereiche des Speiseplan hat die Ernte der Rotebeete beeinflusst. Rotebeetesalat mit ein wenig Kohlrüben ist auch etwas sehr feines. Was sich nicht sehr auf den Speiseplan ausgewirkt hat war die Karottenernte. Hier war kein Unterschied zu spüren da vorher schon immer nach Bedarf etwas Karotten geerntet wurden.
Die Ernte anderer Früchte betrifft weniger den Speiseplan der menschlichen Dorfbewohner sondern den der Tiere. Die Ernte der verschiedenen Futterrüben war unter den Praktikanten eine sehr beliebte Arbeit.
Aber im Herbst muss nicht nur die Ernte eingeholt werden, auch die Kühe, welche den ganzen Sommer auf der Weide waren, müssen in den Stall getrieben werden und die Schafe, welche den ganzen Sommer auf einer einsamen Insel verlebten müssen zurückgeholt werden. Es war ein riesen Spaß die Schafe ein zufangen und im Boot  zur Winterweide zu bringen.
Jetzt fallen plötzlich arbeiten an die man vorher nicht hatte. Die Kühe und Schafe wollen nun auch versorgt sein. So hat man immer was zu tun.

2 Kommentare 27.10.08 22:16, kommentieren

Herbst

So jetzt ist eindeutig Herbst!!

Bunte Blätter, rote Beeren und viel Wind und Regen, so sieht hier der Herbst aus. Höhrt sich nich anders an wie bei euch. Hier ist jedoch das Licht viel cooler.

 

8.10.08 18:58, kommentieren

Fri helg (freies Wochenende)

Hui!
Das war ein tolles Wochenende!!! 

Eigentlich wollten Björn, Julian und ich auf einer Insel kampieren aber weil es am Samstag zu stürmisch war konnten wir nicht zu der Insel. Statt dessen kampierten wir irgendwo im Nirgendwo an einem See in einem Tippi.


Das Wetter war nicht nur stürmisch sondern auch regnerisch, also ein richtiges Herbstwetter! Wir kamen Samstags um ca. 15 Uhr am Tippi an und haben dann nur schnell unsere Sachen abgeladen um dann eine Wanderung zu machen. Wir hab als erstes einfach querfeldein den nächsten Berg bestiegen und uns dann von Gipfelchen zu Gipfelchen vorwärtsgearbeitet. Man hat irgend wie schon ein Eindruck von Bergsteigen auch wenn der Berg nicht viel höher ist als der Haus-Sonne-Berg (Wo ich gewohnt habe bevor ich hier her nach Norwegen gekommen bin, vom Ort aus vielleicht 50 m Höhenunterschied) aber der Haus-Sonne-Berg ist halt weniger felsig und die Baumgrenze liegt deutlich höher, nicht schon bei 100 bis 200m über dem Meer.
Von den Gipfelchen haben wir uns dann immer weiter orientiert und sind durch mooriges Gebiet an Wasserfällen vorbei schließlich nach einer ordentlichen Tour wieder beim Tippi angelangt! 
Wir haben dann ein Feuer gemacht und Björn und ich haben unsere durchnässten Schuhe zum Trocknen davor aufgestellt.
Das Feuer brannte zwar ganz gut aber der Rauchabzug funktionierte nicht so gut, so dass man sich nur unmittelbar am Boden des Zeltes aufhalten konnte. Wer aufgestanden ist bekam nach kürzester Zeit ein Hustenanfall und Tränen in die Augen so verraucht war das Zelt.
Wir haben auch in der Nacht nicht so gut geschlafen da es extrem gestürmt hat und wir echt froh waren das wir nicht auf einer Insel im Meer waren, wo der Sturm bestimmt noch stärker war.
Am nächsten Morgen waren unsere Schuhe noch immer nicht trocken und wir haben Vormittags nicht sehr viel unternommen außer dass wir gespeist haben wie die Götter. Es gab Rehfilet mit Kräutersalz und Butter am Spieß gebraten. Das klingt jetzt sehr simpel und langweilig hat aber sau gut geschmeckt. Ähnlich zubereitet haben wir auch noch Räucherlachs genossen. Auch sehr fein.
Nach dieser Malzeit haben wir dann langsam unser Zeug eingepackt und uns wieder auf Klettertour begeben. Am Sonntag haben wir uns andere Berge vorgenommen die diesen Namen auch eher verdient haben. Mit teilweiße Wagemutigen Aktionen gelangten wir auf zwei Gipfel. Diese kann man eindeutig als Höhepunkte unseres freien Wochenendes bezeichnen, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn.
Nach diesen Erlebnissen kamen wir stinken und müde wieder in Vallersund Gård an. Ich hab direkt meine Kleider in die Waschmaschine getan und mich selbst in die Badewanne, doch es hat nicht viel geholfen meine Kleider und meine Haare riechen immer noch nach Feuer!!!!

3 Kommentare 29.9.08 22:42, kommentieren

Uketilbakeblikk (Wochenrückblick)

Nach unserer Wanderung am Samstag haben wohl alle ziemlich gut geschlafen.

Am Sonntag war wieder mal herrliches Wetter. Es war schön warm und ich wollte auf jeden Fall schwimmen gehen. Doch zuerst sind Julian und ich dann mit dem Kajak raus aufs Meer gepaddelt. Wir kamen an einer kleinen Fischfarm vorbei. Ich muss echt sagen, dass ich nicht wissen will was die Fische da im Futter alles kriegen. Die sind total hyperaktiv, andauernd aus dem Wasser gesprungen und so...

Wir haben schließlich eine kleine Insel angesteuert. Die Insel hatte einen natürlichen Hafen d.h. eine kleine Bucht wo man gut an Land gehen konnte. Wie wir bald festgestellt hatten gab es auf der Insel alles was eine ordentliche Insel braucht, es gab Steilküste, Strand, eine Badewanne bei der immer bei Flut das Wasser gewechselt wird und natürlich den natürlichen Hafen. Nur eins fehlte dort völlig, nämlich ein Baum.Aber dem haben wir am Mittwoch ein Ende gesetzt und eine Birke mit zu der Insel genommen und sie dort eingepflanzt. Mal schaun ob die anwächst das wäre echt zu lustig ;-)

Montags und Dienstags waren wir wieder um 6 Uhr joggen. Ich hab wie immer hauptsächlich draußen gearbeitet. mal im Garten mal auf einer Weide Zaunpfäle in den Boden geklopft.

Viele hier haben sich in der letzten Zeit eine Erkältung eingefangen aber ich zum Glück nicht!

Zur Zeit ist hier eine Dramatherapeutin, Suchspezialistin und was sie noch alles ist. Bei ihr hatten wir diese Woche Seminare sie hat mit uns über Drogen und Süchte geredet aber auch über Anthroposophie und was wir darunter verstehen. Es war sehr interessant. Wirklich eine Bemerkenswerte Frau die sehr gut und verständlich erzählt und einem nahe bringen kann was einem eher uninteressant erschien.

So verging meine Woche mal wieder wie im Flug...

Jetzt hab ich freies Wochenende!!!

26.9.08 21:29, kommentieren

Samstags Ausflug

Also das mit dem joggen um 6 Uhr in der Früh haben wir wirklich durchgezogen und wollen es bald wiederholen. Irgendwie fühlt man sich dann gut ;-)
Gestern habe ich zum ersten Mal n bisschen was von der Umgebung hier gesehen. Morgens nach dem Frühstück waren wir in Bjung, dem nächsten Ort wo man mehrer Geschäfte hat. Dort gibt es von allem etwas, aber mehr auch nicht ;-)
So kam ich mal hier aus Vallersund raus.
Am Nachmittag, nach dem samstäglichen Grøttris (Milchreis), haben wir dann einen richtigen Ausflug gemacht. Wir waren auf dem höchsten Berg in der Näheren Umgebung, dem Kopparen (483 m). Wenn man vom Meeresniveau kommt ist das schon ein richtiger Berg und weil man hier so nördlich ist lässt man auf dem Weg zum Gipfel auch alle Bäume schon hinter sich. Die Berge hier sind aber alle sehr rund, man sieht eigentlich keine gezagten Formen wie in den Alpen.
Die Wanderung war wirklich schön, man ging durch ein etwas mooriges Gebiet und stieg dann den Berg hinauf. Auf halber Höhe befand sich eine Hütte, wo wir eine kleine Pause einlegten. Danach nahmen Julian und ich eine Abkürzung und sind den Berg einfach geradewegs Hoch geklettert. Überall hatte es Blaubeeren und Preiselbeeren und Kaninchen haben wir auch gesehen. Dort auf dem Fjell gibt es jetzt im Herbst eine herrliches Farbenspiel zu bewundern, die Blaubeersträucher färben sich rot, es gibt orange Gräser und Moose.

Oben vom Gipfel hatte man eine wunderbare Aussicht auf die Küstenlinie mit ihren vielen Inselchen und Meeresarmen.
Das Wetter hier hält sich immer noch ziemlich gut obwohl es deutlich Herbst wird. Der Landwind von Südosten sorgt aber dafür das es trocken und meistens wolkenlos bleibt.

So gerade haben wir gemeinschaftliches Pizzabacken gemacht also gibt es gleich essen! lecker ;-)

2 Kommentare 21.9.08 13:16, kommentieren

So vergehen die Tage...

So jetzt noch mal ein längerer Eintrag.
Hatte die ganze Zeit weder Zeit noch Lust mich länger im Internet aufzuhalten. Hier gibt es viel zu viel schöne andere Dinge als dass man seine Zeit drinnen zu verbringen. Jetzt wo hier ein Trampolin steht ist bei uns immer was los, obwohl Haugtussa etwas abseits liegt. Jetzt ist das Trampolin für die Jugend von Vallersund Gård der Treffpunkt Nr.1, aber auch die Praktikanten kommen nun des Öfteren hier vorbei. 
Letzten Freitag war ich mit Björn (einem anderen Praktikanten) zusammen mit dem Kajak auf dem Sund unterwegs, dass war sau schön und hat mega Spaß gemacht. Die Landschaft hier ist einfach super schön!
Am Montag konnte ich das erste Nordlicht dieses Jahres bewundern.
Ich brauch unbedingt mein Stativ! Es hatte einen so schönen Vollmond aber ohne Stativ ist es ganz schön schwierig ein gescheites Foto zu machen. Da wird dann halt mit allem was man finden kann improvisiert (ein Fahrradsattel z.B. ist in Sachen Mobilität einfach führend, nur ist es leider nicht so einfach die Kamera wirklich gerade darauf zu stellen). Irgendwie hab ich es aber hingekriegt den Mond zu fotografieren!
Das Wetter ist immer noch wunder schön, wenn gleich man an den Temperaturen schon merkt das es Herbst ist. Sobald die Sonne weg ist wird es ganz schnell kalt. Schwimmen gehen kann man aber trotzdem. Ich war bis jetzt aber erst dreimal im Wasser. Die Wassertemperatur beträgt vielleicht 11°C oder 12°C. Auf jeden Fall sehr erfrischend. Wenn man ne Stunde Joggen war ist es aber eine sehr gute Abfrischung. Viel mehr als einmal rein springen und schnell wie raus ist da aber trotzdem nicht drin. Aber mindestens einmal die Woche ins Meer muss schon sein, zumindest bis Weihnachten ;-) 
Morgenfrüh wollen Julian (noch ein anderer Praktikant) schon um 6:15 Uhr ne Rund joggen gehen und dann schnell noch ins Meer, mal schaun ob wir das auch wirklich machen.
Also alles in allem geht es mir hier einfach SUUPER!!!!!!


2 Kommentare 17.9.08 21:55, kommentieren